Seelenwächter: Kapitelübersicht

 

Kapitel 1: Das Verhör

Kapitel 2: Blaue Murmeln

Kapitel 3: Nichts ist, wie es scheint

Kapitel 4: Verloren

Kapitel 5: Ungeahnte Verbündete

Kapitel 6: Ausgesprochenes Geheimnis

Kapitel 7: Schwarze Tinte auf weißem Papier

Kapitel 8: Sheyla

Kapitel 9: Berausche dich und du bist frei!

Kapitel 10: Alte Bekannte

Kapitel 11: Zwiespalt

Kapitel 12: Schweig

Kapitel 13: Aus Glas

Kapitel 14: Entscheidungen

  Kapitel 15: Auf Messers Schneide

Kapitel 16: Schuld

Kapitel 17: Auge in Auge

                                                                Kapitel 18: Verfolgt

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Seelenwächter: Kapitel 18

Verfolgt

sel. kap. 18Barfuß huschte ich über die kalten Fliesen. Mein einziger Vorteil bestand wohl in den hellhörigen Gängen, sodass ich die schweren Stiefel bereits von weitem hörte. Wohin jetzt bloß? Panisch rannte ich den Flur entlang und war kurz davor an jeder erdenklichen Tür zu rütteln, aber vielleicht würde ich so auf noch mehr Hüter, Minister oder Gäste des Präsidenten stoßen. Nein, es musste einen anderen Weg geben. Weiterlesen

Auf den Spuren vergangener Zeit – Beelitz Heilstätten

Von damals bis heute, ein geschichtsträchtiger Ort

heilstätten 39Die Beelitzer Heilstätten, bekannt und als Foto- und Filmkulisse begehrt, blicken die alten Gebäude auf eine bewegte Vergangenheit zurück. 1898-1930 wurden sie durch die Landesversicherungsanstalt Berlin erbaut, um die an Tuberkulose erkrankte Bevölkerung zu heilen. Die Krankheit breitete sich aufgrund der Industrialisierung und der katastrophalen Zustände in den Mietskasernen rasant aus. Beelitz sollte als abgeschiedener Ort unweit von Berlin vollständiger Erholung dienen. Die Luft war frei von Abgasen und Verschmutzungen durch Industrieanlagen. Um Ansteckung zu vermeiden, kamen Patienten mit ansteckender TBC in den nördlichen Gebäuden unter und Menschen mit chronischen Lungenkrankheiten in den südlichen Gebäuden. Männer und Frauen wurden dabei strikt getrennt. Weiterlesen

Seelenwächter: Kapitel 17

Auge in Auge

monitor-1054708_640„Darf isch?“, fragte Koko. Unsere Blicke begegneten sich im Spiegel. Sie wies auf die Ösen des Kleides. Ich nickte vage. Was tat ich hier? Wie um alles in der Welt bin ich so schnell aus der Psychatrie gekommen? Was hatte Epheus getan, dass er nur mit dem Finger schnipsen musste und ich war draußen? Und nun saß ich im Palast des Präsidenten und ließ mich von dessen Geliebter ankleiden. Es war absurd. Schlichtweg surreal. Weiterlesen

Seelenwächter: Kapitel 16

Schuld

Zuvor

Kapitel 16

Greystone beobachtete, wie das Licht der Straßenlaterne durch die Vorhänge fiel und in den cremeweißen Teppich sickerte. Er wartete mit hinter dem Kopf verschränkten Armen bis ihm die Augen zufielen, doch die Bilder der letzten Nacht ließen ihn nicht los: Der Krankentransport beförderte den Leichnam von Mo Edwards. Ein Messer ragte aus seiner linken Brust und die Augen starrten ins Nichts. Ein schrecklicher Anblick. Er fragte sich immer und immer wieder, was schiefgegangen war. Wieso hatte Epheus ihn umgebracht? Aus Notwehr, Unerfahrenheit oder doch Eifersucht? Anfangs war sich Greystone so sicher, dass er mit Epheus die richtige Wahl getroffen hatte, nun zweifelte er. Hatte sich Epheus nicht in einem allzu passenden Moment bereit erklärt für Malias Schutz zu sorgen? Weiterlesen

Seelenwächter: Kapitel 15

Auf Messers Schneide

Zuvor

auf MÜber Prion und die umliegenden Wälder senkte sich die Dunkelheit an jenem Sommerabend gleich einer Dunstglocke. Drückend und voll betörender Düfte. Während sich in der Stadt kalte Augen auf die Häupter der Nachtwandler senkten und jede Ecke Ohren hatte, verschluckte der Wald die Schwärze und wurde so eins mit ihr. Der Hauch eines Flügelschlags über den Baumkronen, das Knarzen der Bäume im Wind, das leise Zirpsen der Grillen an jenem Sommerabend. Hier und da rieselte das Mondlicht auf den moosbedeckten Waldboden. Alles im Schutze der Blätter und Nadeln, die wie eine Festung, das am Boden befindliche zu verhüllen schien. So bewahrte sie auch die Ankömmlinge. Fahrzeugtüren öffneten sich. Obskure Gestalten boten ihrer Begleitung die Hand zum Aussteigen an. Ein Meer aus Raben, gefallenen Engeln, blutdurstigen Huren, Untoten, Gefangenen und ihren Gebietern formierte sich. Düster wogte die Masse aus dunklem Tüll, Masken und Leder den Waldweg entlang. Sie unterhielten sich im Flüsterton, lachten und feixten nervös. Einige warfen verstohlene Blicke über die Schulter oder zu den Seiten. Mit Herzklopfen traten sie auf die mondbeschienene Lichtung. Hier war sie also, die Ruine der Villa De Lacy . Bröckelnde Säulen und Mauerreste wurden in ein gespenstisches Licht getaucht. Weiterlesen

Seelenwächter: Kapitel 14

Entscheidungen

Entscheidung

Koko sprang vom Bett auf. „Mon Dieu! Früher ‚aben die Herren noch angeklopft, um mit den Damen zu reden“, bemerkte sie aufgebracht. „Für Förmlichkeiten ist jetzt leider wirklich keine Zeit.“ „Was immer du auch vorhast, Malia braucht Zeit um gesund zu werden.“ Ich saß auf dem Bettrand und beobachtete fasziniert, wie die entschlossenen Blicke zwischen Epheus und Koko hin- und herflogen. Bevor ich mich versah packte mich Epheus am Oberarm. Weiterlesen

Die absurde Welt des Raffael

Begegnungen

Dr. Schwarz ging mit einem mulmigen Gefühl in den Umkleideraum des Krankenhauses. Was wollte Frau Winter bloß von ihm? Eilig zog er die Jeans und das Karohemd an. Er liebte den unauffälligen Look. Zuletzt warf er einen Blick in den Spiegel und strich sich durch die rot-blonden Haare. Ein hoffnungsloser Fall, wie er registrierte. Dr. Schwarz passierte die Tür des Krankenhauses und trat einem freundlichen Frühlingstag entgegen. Weiterlesen

Seelenwächter: Kapitel 12

Schweig

schweigWie aus weiter Entfernung vernahm ich das Geräusch von Absätzen. Klack, klack. Erster Schritt, zweiter Schritt. Klack, klack. Das paar Schuhe musste jetzt direkt vor mir stehen. „Was für eine Sauerei“, sagte eine männliche Stimme. Dr. Havering? „ Ich glaube sie ist so weit, aber verpassen Sie ihr vorsichtshalber eine Spritze. Ich habe keine Ahnung, ob das Miststück nur simuliert. Und sie da, gucken Sie nicht so, als hätte ich Ihnen Ihre Großmutter als Weihnachtsbraten serviert. Es ist nur ein bisschen Blut, ok? Also bringen Sie ihn auf die Krankenstation.“ Weiterlesen