Selbstsucht

 

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Nur die erlesensten Perlen sammeln und anderen die gierigen Klauen brechen.

Es werden die tropfenden Zähne gefletscht und das Fischmesser in den letzten seiner Art gerammt.

Auch die Eisberge tropfen stetig.

Der Meeresspiegel steigt.

Eisige Augen schauen Menschen beim Ertrinken zu.

Schnell alles aufessen, damit einem nichts weggenommen wird. Man isst eben, wie man arbeitet. Weiterlesen

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Flüchtlinge – Probleme und Chancen

23112778642_495127bbe7_nIm Rahmen einer Blog-Parade wurde gefragt, wie die Blogger denn das Thema Flüchtlinge auffassen und um eine Diskussion anzuregen bzw meine Sichtweise darzulegen schrieb ich Folgendes:

Täglich kommen zahlreiche Flüchtlinge in Deutschland an. Einige verließen Kriegsgebiete, Andere flohen aus wirtschaftlichen Gründen, doch eines wollen sie alle: unseren Schutz! Dies ist natürlich nicht einfach und und es scheint, als ob es zum Thema Flüchtlinge nur zwei Parteien in Deutschland gäbe. Einige setzen sich für Flüchtlinge ein und andere gönnen ihnen nicht einmal das Salz in der Suppe, da sie der Meinung sind, dass Flüchtlinge den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen, gewalttätig bzw Terroristen sind, oder irgendwelche Krankheiten einschleppen, die unsere Bevölkerung dahinrafft. Doch Vorurteile gegenüber Fremden sind auf dem ersten Blick etwas völlig normales, trotzdem  sollte man es nicht darauf beruhen lassen, sondern auf die Menschen zu gehen anstatt sich von vornherein von ihnen abzuwenden. Weiterlesen

Einen Blick nach rechts wagen: EU und AfD

Rechtsruck in Europa

22067589339_8f8e89b591_nEs dampft und brodelt auf unserem Kontinent, denn egal in welche Himmelsrichtung man schaut, es wird rechts gewählt. Österreich ist zum Glück noch einmal mit Blessuren davongekommen. Mit knapper Mehrheit gewann Alexander van der Bellen vor dem Rechtspopulist Norbert Hofer von der FPÖ die Wahl zum Bundespräsidenten. In Polen sieht es hingegen anders aus: Die Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) regiert seit 2015 und stellt die Pressefreiheit, sowie die Unabhängigkeit der Justiz in Frage. Weiterhin wird die Aufnahme von Flüchtlingen abgelehnt. Weiterlesen

Die unheilvolle Welt der Anouk

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Die Vergangenheit begleichen

Anouk seufzte als sie den uralten, ausladenden Kleiderschrank öffnete und kritisch ihre spärliche Auswahl beäugte. Allein die Hälfte ihrer wenigen Kleider waren von Motten zerfressen und jedes Mal wenn sie diesen gottverdammten Schrank öffnete, kam ihr die Gänsehaut, da die Türen quietschten und man erwarten könnte, dass einem aus dem Inneren irgendeine schreckliche Kreatur aus einem Horrorfilm entgegen gesprungen kam. Weiterlesen

Die unheilvolle Welt der Anouk

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Zwei Leben

Der Wecker schrillte unerbittlich in seinen Ohren. Raffael stöhnte. Am liebsten würde er das dämliche Ding aus dem Panoramafenster seiner Penthauswohnung schmeißen. Was soll’s, dachte er sich. Es gab nichts was ihn in seinem Bett halten konnte. Mit einer Frau hatte er schon seit Jahren nicht mehr das Nachtlager geteilt. Nicht nach ihr. Er seufzte und streckte erst ein Bein und anschließend das andere über die Bettkante. Nachdem er geduscht hatte, entschied er sich für die schwarze Anzughose und das weiße Hemd. Mit geschickten Handgriffen band er sich die Krawatte. Sie hatte ihn im Anzug unwiderstehlich gefunden. Unwillkürlich berührte er seine Narbe, die quer über der linken Wange verlief. Die letzte Berührung von ihr war mit einem Messer, kurz bevor der Krankenwagen kam, um sie einliefern zu lassen. Weiterlesen

Über die Schwierigkeit des menschlichen Miteinanders

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Parabel von den Stachelschweinen

„Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welche sie dann wieder voneinander entfernten. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammen brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so dass sie zwischen beiden Leiden hin und hergeworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung von einander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.

So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zu einander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehen kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! – Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden.

Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen.“

– Arthur Schopenhauer –

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Der Luchs -auf leisen Pfoten streift er durch unsere Wälder

Merkmale des Pinselohrs

8613846379_4b418a1d85_nDer Luchs ist ein großes Säugetier, welches zur Familie der katzenartigen Raubtiere zählt. Solch eine Samtpfote lässt sich durch den Stummelschwanz, ihre Hochbeinigkeit und, nicht zu vergessen, durch den Backenbart und die Pinselohren schnell identifizieren. Die dreieckigen Ohren mit den dunklen Haarbüscheln (Pinsel) dienen dabei zur Ortung des Schalls. Die Fellfärbung und Fleckung des Luchses ist individuell.

Insgesamt gibt es vier verschiedene Luchsarten. In Europa ist der Eurasische Luchs verbreitet, dieser kam auch in Deutschland vor. Er hat auffallend große Pfoten mit dichten Haarpolstern, um sich gegen die Kälte zu schützen.

Übrigens: Lynx kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Scharfsichtigkeit“, denn sein Sehsinn ist 6mal empfindlicher, als der des Menschen. Weiterlesen

Neulich im Ballsaal

8689259708_83e67ec73f_n1Es war August und die schwüle Hitze eines herannahenden Gewitters lastete auf ihren schmalen Schultern. Neben ihrem Tanzpartner schritt die Fremde in dem schwarzen, luftigen Kleid durch die hohen Flügeltüren in den Tanzsaal.

Menschen flüsterten und tuschelten sobald beide den weitläufigen Raum betraten. Man hörte bewundernde, als auch niederträchtige Satzfetzen. Überall zischte und murmelte es, doch sie nahm es nicht wahr. Ein geheimnisvoller Dunkelhaariger, der ebenso undurchdringlich wirkte wie eine Schaufensterpuppe beanspruchte ihre ganze Aufmerksamkeit. Er wirkte unterkühlt. Fast wie im Leichenschauhaus, dachte sie und musste unwillkürlich lächeln. Die Fremde ermahnte sich selbst das dämliche Grinsen zu unterlassen. Sie sah schrecklich damit aus.  Weiterlesen

Nachtgeburten

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Irrlichterschein entführt mich in die rabenhafte Dunkelheit

Säuselndes Liebesbekenntnis im Rascheln der Äste

Und Knarren der totenbleiche Birke

Im verschluckenden Schwarz

Grauen

Erfüllt meiner Seele Flattern

Klaffende Höhlen, schlafende Furcht

Kaltes Licht durchbricht krachend

Die Schwärze

Bis der trübe Umhang es wieder umhüllt

Ich stolpere über bittren Efeu

Verschlungenes Geäst

Verfange mich in klebrigen Netzen

Und knackende Finger packen mich,

Ein Flüstern und Brausen liegt in der Luft

Da!

Das Licht der verlorenen Kinder

Jetzt packe ich dich

Und schon bist du entschwunden

Seltsam Phantom

Tollkirschendunkle Nacht umhüllt mich.

Bild: Düsterwald 46/52 von  Gruenewiese86 unter CC BY-ND 2.0