Selbstsucht

 

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Nur die erlesensten Perlen sammeln und anderen die gierigen Klauen brechen.

Es werden die tropfenden Zähne gefletscht und das Fischmesser in den letzten seiner Art gerammt.

Auch die Eisberge tropfen stetig.

Der Meeresspiegel steigt.

Eisige Augen schauen Menschen beim Ertrinken zu.

Schnell alles aufessen, damit einem nichts weggenommen wird. Man isst eben, wie man arbeitet.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt, sagen sie.

Das schwarze Gold hingegen saufen sie mit großen Schlucken, ohne den wahren Wert zu erkennen.

Die Wahrheit liegt den meisten fern.

Viele weisen sie ab.

Jenen mit Klarsicht werden die Augen ausgestanzt und die Münder versiegelt.

Sogar unser blauer Planet wird versiegelt. Man muss alles im Griff haben.

Doch der Griff lockert sich irgendwann, denn wir sind alle sterblich.

Darüber denken viele nicht nach.

Das Denken übernimmt zunehmend die Technik.

Gedankenfetzen kreisen und es wird schwerer die Puzzlestücke zusammenzusetzen.

Unsere Sinne sind betäubt, sobald wir die letzten Pillen hinunterschlingen.

Wir denken und reden über Belangloses.

Einer wettert über den getrockneten Wasserfleck auf seinem Silberbesteck

Ein Glück zeigen spiegelnde Oberflächen nicht den Charakter des Menschen.

Das Wetter ist auch nicht das, was es mal war.

Smog umhüllt nicht nur das Sonnenlicht mit seinem traurig grauen Mantel, sondern legt sich mit seiner ganzen Schwere auf unsere Augenlider und trübt die Sicht.

Wir verirren uns.

Die Welt gleicht einem Irrenhaus ohne Türen, ohne Möglichkeit zu entkommen.

Türen schlagen vor denen zu, die nicht ins Konzept passen.

Einige werden vor den Toren als Fußabtreter genutzt.

Ein Konzept mit logischer Vorgehensweise ist alles was dem Menschen bleibt.

Logik geht oftmals über Menschlichkeit.

Dahinvegetieren in einer Welt in der jeder sich der Nächste ist, in einer Welt, wo Schönheit und Reichtum regiert.

Regierungen quetschen ihre Bevölkerungen aus und werfen die Hüllen auf die Deponien der Städte.

Der Gestank verstopft unsere Lungen.

Da oben labt man sich an dem Elend.

Unten duckt man sich vor den Tritten, um wiederum selbst Tritte zu verteilen.

Wann hat das ewige Treten und Schubsen ein Ende?

Eis umhüllt unsere Herzen.

Wenn es anfängt zu tauen, muss man sich in Sicherheit bringen.

Nach mir die Sintflut.

Bild: E-Volve von  Keoni Cabral unter CC BY 2.0

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