Old but gold #1 – Eisblau

Heute war ich auf der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen und mittlerweile muss ich einsehen, dass ich kein Genie bin, denn ich beherrsche definitiv NICHT mein Chaos. Wie bei jeder meiner Suchaktionen finde ich nicht das, was ich wollte, stoße aber auf andere interessante Dinge. So fiel mir ein Hefter mit alten „Werken“ in die Hand. Darunter sind ein paar unvollendete, nächtlich dahingekritzelte Geschichten und Gedichte. Die meisten sind unvollständig, aber sie wecken so viele Erinnerungen in mir. Einige sind aus einer sehr kindlichen Perspektive erzählt, aber ich möchte sie so gerne mit euch teilen. Deswegen werde ich die nächsten Tage damit verbringen ein bisschen an den unvollendeten Geschichten zu feilen und mit offenen Augen und Ohren Inspirationen aus meiner Umwelt zu saugen. Auf dass diese meinen Schreibfluss bereichern und zur Vollendung beitragen werden. Nun also zu meinem ersten Werk, welches gar nicht so alt ist und überhaupt nicht zur Jahreszeit passt:

 

 

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So eisblau

wie die Gletscherhöhlen

Die Kälte rinnt mir den Rücken hinunter

die Augen schweigen

manchmal tosen sie

ich sehe Gletscherbäche im Frühjahr

Eiskristalle rieseln auf mich nieder

endloses Weiß knirscht unter meinen Füßen

ich sehe die Eiszapfen in deinen Augen glitzern

Blicke in die Tiefe der Schluchten,

bis mir schwindelig wird

das Klingen der Tautropfen hallt im Tal wider

ich spüre sie auf meinem Mund, kalt und klar

und wünschte es wären deine Lippen, das wär‘ so wunderbar.

 

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