„Die Blutschule“ – wo Menschen zu Monstern werden

Sebastian Fitzek schreibt als Max Rhode: „Die Blutschule“

„Ihr habt nie gelernt zu töten, dieses Versäumnis werden wir jetzt nachholen.“

SDC18270Simon, Mark und ihre Eltern werden in Berlin vom Pech verfolgt und beschließen in der Einöde Brandenburgs ein neues Kapitel aufzuschlagen. Kurzerhand entschließen sie sich in das Familienhaus des Vaters zu ziehen. Die Gegend ist geprägt von leuchtend gelben Sonnenblumenfeldern und dem Storkower See. Die Idylle verschleiert die düsteren Seiten der neuen Heimat.

Die Teenager Mark und Simon lernen den vermeintlich pädophilen Stotter-Peter und seinen besonderen Hund Gismo kennen. Stotter-Peter weiht die beiden Jungs in das Geheimnis des Seelenspiegels ein. Dann ist da noch Sandy, das aufreizende Mädchen, welches ein brutales Spiel mit Simon treibt. Als sie aufgrund eines Unfalls beinahe stirbt, versucht Simons Vater sie wiederzubeleben und ist danach nicht mehr er selbst.

Der besessene Vater zwingt seine Söhne ihn zu einer außergewöhnlichen Schule zu begleiten. Gelegen auf einer einsamen Insel. Der Lehrplan ist grauenvoll. Selbst das vermeintliche Happy End entpuppt sich als entsetzliche Verheißung.

Wenn ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben müsste, so wäre es: verstörend. Fitzeks 254 seitiges Werk verspricht Gänsehautgarantie und Schockmomente. Natürlich ist es Fitzek gelungen mich mit einer neuen Facette aus dem Horror/Mystery-Topf im Klassenzimmer der Blutschule zu fesseln. Die Figuren wirken durch die altersspezifische Sprache sehr authentisch. Somit lassen sich die ursprünglichen Charaktere der drei Protagonisten (Simon, Mark und dem Vater) gut von deren Entwicklung abgrenzen. Die Ich-Perspektive und die Überschrift „Patiententagebuch-Anfang“ auf Seite 11 vermitteln den  Eindruck in ein düsteres Geheimnis eines Psychopathen eingeweiht zu werden. Das gruselige Flair wird unterstützt durch die schaurige Kulisse und den wahnsinnigen, blutrünstigen Vater. Am Ende des Buches bleiben einige Fragen offen z.B.: Wer ist Max Rhode? Was wurde aus Simons Familie? Woher wusste Simons Vater von der Insel? Ich denke jedoch, dass Erstes im Thriller „Das Joshua-Profil“ geklärt wird.

Horror- und Thrillerfans kommen mit diesem kurzen aber sehr gut geschriebenen Buch voll auf ihre Kosten. Zum einen bindet Fitzek den Leser auf geniale Weise in die Ereignisse ein. Zum anderen ist das Ende, typisch Fitzek, bis zur letzten Zeile nicht vorhersehbar, weshalb ich seine Bücher nur schwerlichst aus der Hand legen kann. Ach ja, um sich schön zu gruseln empfehle ich „die Blutschule“ nachts zu lesen!

 

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